Frans Horsthuis

Geistliche Impulse für eine herausfordernde Jesus-Spiritualität

Inspirierende Aufsätze von † Priester Frans Horsthuis


Impulse

Ich selbst werde meine Schafe weiden

Entwurf für eine neue Spiritualität

Ich selbst werde meine Schafe weiden

26 Seiten

Herr, wo wohnst du?

Der Weg zum christlichen Erwachsensein
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Steh auf, meine Liebste, der Winter ist vorbei!

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15 Seiten


Frans Horsthuis

Meine Gedanken zur Begegnung mit Frans Horsthuis

von Andreas J. Eichler

Frans Horsthuis habe ich kennengelernt auf einer Autofahrt in den Osten. Wir hatten viel Zeit zum Erzählen. Seine Geschichte beeindruckte mich sehr, wie er vor 50 Jahren seinem Bischof (Frans war Priester) mitteilte keinen Gehalt mehr empfangen zu wollen, da Jesus ja auch keinen Lohn für seinen Dienst empfing. So verlies Frans seine Pfarrei, sein Haus, wohnte erst nur im Auto und dann auf dem Fahrrad.

Schließlich zog er zu Fuß weiter mit der Berufung: Bete für die Erneuerung der Kirche in Europa. Ohne großen Besitz zog Frans nun 40 Jahre kreuz und quer durch Europa, betete, lehrte, predigte und war einfach nur zusammen mit den Menschen.

Nach diesen 40 Jahren bezog er wieder ein Appartement, empfing Rente und schrieb seine Erfahrungen mit Gott und den Menschen in zahlreichen Büchern nieder. Nun kamen die Leute zu ihm. Auch ich ging jetzt regelmäßig zu ihm. Wir verbrachten Zeiten der Stille und im Gespräch, aßen und lachten miteinander. Es waren kostbare Zeiten zusammen mit diesem inzwischen hochbetagten und einfachen Mann mit seinen erstaunlichen Aussprachen so wie z.B.:

„Gott ist ganz arm, da er immer gleich alles wieder weggibt.“

„Gott zeigt sich in Jesus wie er wirklich ist, in dem kleinen Kind in der Krippe, so nahe, so klein und schwach.“

„Jesus ist in uns und wenn ich in das Angesicht des anderen schaue, sieht mich Jesus an, redet Jesus zu mir ...“

Oftmals fuhr ich gedankenversunken nachhause über all diese verblüffenden Sätze. Für mich waren die regelmäßigen Besuche bei Frans, wie Treffen mit Jesus. Frans schickte mich auch nie weg, ich hätte bleiben können, solange ich wollte. Gemeinsam sprachen wir dann viel über seine letzten Schriften zur neuen Spiritualität. Immer wieder begann er die Texte neu zu schreiben, er sah stets mehr, weiter, tiefer. Ich war erstaunt über seine Ausdauer und Geduld dabei. Bis die Botschaft dann vollendet schien. Er vertraute sie uns an, etwas damit zu tun, kühn, vorbehaltlos und demütig.

Frans wurde müde und schwächer, doch waren die Treffen immer wieder erfrischend. Es war schön zu sehen, wie er jedesmal regelrecht auflebte bei den Gesprächen und im Gebet.

Eines Tages hieß es dann, Frans sei eingeschlafen († 19. Dezember 2018 mit 97 Jahren) am Frühstückstisch. Er war umgezogen in seine neue Wohnung bei seinem Herrn. Es war ein kleines Zeitfenster in meinem Leben, wo ich Frans kennengelernt habe, aber die Begegnung mit ihm prägte mein Leben nachhaltig und führte mich in eine neue Freiheit.

Andreas J. Eichler, Dezember 2020


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Erika Gil de Sousa
Mail erikadesousa@gmx.de

Andreas J. Eichler
Mail aeichler@evangelisch-bocholt.de




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